Januar 2018

Dampflok 99 788 „Berta“

Die bei einer Spezialfirma in Bremen aufgearbeitete mechanische Schmierpumpe ist wieder bei uns eingetroffen. In Bremen wurden diverse Teile, so die Nockenwelle und die Rückschlagventile der Pumpe, erneuert. Nunmehr müsste die Schmierpumpe wieder ihre gewünschte Leistung erbringen.
Die Aufarbeitung der Tauschdruckluftpumpe macht gute Fortschritte. Federführend werden diese Arbeiten von Rouven Kuhrke in gewohnt guter Qualität durchgeführt. Zur Montage und späteren hängenden Lagerung der Pumpe wurde ein Stahlgestell gebaut, welches mit dem Gabelstapler leicht bewegt werden kann. Die Bohrung des Steuerschiebers wurde in einem Motorenaufarbeitungsbetrieb wieder in ein exaktes Rundmaß gebracht. Die Luftpumpe konnte danach weitestgehend zusammen- gebaut werden. Durch die nun größere Bohrung des Schieberzylinders muss noch der Steuerschieber neu hergestellt werden. Dieses sehr komplizierte und aufwändige Teil wird derzeit in einem befreundeten Maschinenbau-betrieb neu gedreht.
Daneben mussten an unserer Betriebsdampflok immer wieder kleinere Reparaturen vorgenommen werden. So entstand am Dampfeinströmrohr zum Zylinder in der Rauchkammer ein kleines Loch durch Korrosion. Im Rohr musste ein Flicken eingeschweißt werden. Danach wurde der Schieber des Zylinders ausgebaut um evtl. Fremdkörper im Zylinder entfernen zu können.

Dampflokomotive 99 651

Nachdem alle bisherigen Bemühungen die Lok zum Rollen zu bringen gescheitert sind, müssen wir hier nun mehr Arbeit investieren. Wir haben uns entschlossen, das gesamte Gestänge der Lok zu entfernen. Viele Besucher möchten einen Blick ins Führerhaus der Lok werfen. Das war bisher nicht möglich, da der Führerhausboden total marode und mit Löchern übersät war. Um eine gefahrlose Besichtigung der Lok zu ermöglichen, musste der Führerhausboden erneuert werden. Wir haben den alten Boden restlos entfernt. Der Bereich zwischen dem Holzboden und dem Rahmen war fast vollständig mit Kohlenstaub, Rost und Dreck gefüllt. Von dort und aus dem Kohlenkasten haben wir ca. 1 m³ Dreck entfernt. So konnte der Rost ganze Arbeit leisten und hat gravierende Schäden verursacht. Das unter dem Holzfußboden befindliche Blech war nur noch als „Blätterteig„ vorhanden. Auch zwei Winkelstähle als Unterbau des Fußbodens waren nur noch in Resten vorhanden. Wir werden nun zwei neue Winkel einbauen und darauf einen neuen Holzfußboden aufbauen. Auch die vorhandenen Rostlöcher im Kohlekasten der Lok werden wir in diesem Zug mit Blechen verschließen. Ziel ist die Lok zu ihrem 100. Geburtstag in diesem Jahr ausstellungsfähig präsentieren zu können.

Dampflok 99 716 „Rosa“

An der Lok haben wir im Rahmen der Hauptuntersuchung weitere Arbeiten vorgenommen. So wurden das Führerhaus und der Kohlekasten abgebaut. Inzwischen besteht die Lok nur noch aus dem Rahmen und dem aufgebauten Kessel. Alle anderen Teile sind demontiert. Der Kohlekasten weist einige Abzehrungen auf. Diesen werden wir nun gründlich reinigen und mit Druckluftnadlern entrosten. Danach können wir entscheiden ob und welche Bleche erneuert werden müssen. Dieser Kohlekasten wurde erst bei der Hauptuntersuchung 1997 in Meiningen neu gebaut. Weiter ging es auch mit der Aufarbeitung diverser Komponenten der Lok.

Diesellok V 15 908

Auch mit der Aufarbeitung dieser Diesellok ging es weiter voran. Seit vielen Jahren war der Kühler der Lok undicht. Deshalb musste der Kühler der Lok ausgebaut werden. Das stellte sich als recht aufwändig heraus, da viele Schrauben des Motorvorbaus stark verrostet waren und sich nur schwer lösten. Die Ursache der Undichtigkeit konnten wir dann schnell finden. Durch Korrosion war an der Oberseite des Kühlers ein Loch entstanden. Nachdem der Kühler insgesamt einen sehr schlechten Eindruck machte, haben wir den Kühler in einer Kühlerwerkstatt in Ulm komplett überholen lassen. Beim Einbau des Kühlers haben wir dann auch gleich noch alle Schläuche des Kühlerkreislaufes getauscht und auch die sehr korrodierte Halterung des Kühlers neu gebaut. Nunmehr befindet sich die Lok bis auf die Radsätze, die noch überdreht werden müssen, in einem recht guten technischen Zustand.

Personenwagen 5013

Dieser Personenwagen, der im Sommer als Verstärkungswagen des Museumszuges fungiert, hatte bisher weder Licht noch Heizung. Grundsätzlich kein Problem, nachdem es im Sommer warm und zu unseren Fahrzeiten auch noch hell ist. Nachdem sich derzeit einige Personenwagen in Aufarbeitung befinden und aufgrund des großen Fahrgast-andranges zu den Winterdampffahrten wurde jedoch klar, dass wir in diesem Jahr den Wagen auch für diese Fahrten einsetzen müssen. Zumindest Licht sollte der Wagen hierfür auch aus Sicherheitsgründen haben. Von Georg Kuhrke wurde die elektrische Zugsammel-schiene und weitere Elektrik im Wagen eingebaut. Die Innenbeleuchtung konnten Bernhard Günzl und Andreas Albinger dann genau einen Tag vor Beginn der Winterdampffahrten in einem abendlichen Arbeitseinsatz fertig stellen. Den Einbau einer Webasto-Heizung wollen wir nun zügig angehen, nachdem sich die Fahrzeugsituation weiterhin recht angespannt zeigt.

Personenwagen 4043

Alle Pfosten einer Seitenwand wurden inzwischen hergestellt und eingebaut. Der Obergurt und der Untergurt des Wagenkasten wurde umfangreich ausgebessert. Sämtliche weiteren Teile der Holzkonstruktion sind hergestellt und zu einem großen Teil auch bereits eingebaut.
Bei den offenen Plattformen haben wir den Dachabschluss abgebaut. Hier müssen große Teile der Holzkonstruktion erneuert werden. Nachdem die Seitenträger ebenfalls geschädigt sind, wurden Stahlwinkel zur Befestigung der Teile gebaut.
Da wir die Konstruktion der Seitenwand-verblechung ändern werden, wurden neue Stahlwinkel an die Seitenwand angepasst, geschweißt und gebohrt . Nachdem alle Fenster bereits neu verglast wurden, haben wir inzwischen auch die dazu gehörenden Fensterscheren, welche das Bewegen der Fenster unterstützen, aufgearbeitet. Die noch brauchbaren Stahlwinkel des Wagenkastens haben wir entrostet und gestrichen, die meisten dieser Verstärkungswinkel mussten wir jedoch erneuern.

Pufferwagen G 157 (Esslingen 1896)

Nach Tausch sämtlicher kaputter Bretter und dem Einbau der Lüftungsklappen haben wir den Wagen gründlich angeschliffen und braun lackiert. Danach konnte der Wagen neu beschriftet werden. Auf dem verbreiterten Dach haben wir die bewährte Rhepanol-Dachfolie aufgeklebt. Diese haben wir mit Spezialfarbe silbern gestrichen und ringsum noch Abtropfkanten aus Alu und auf dem Dach den Kamin des Ofens angeschraubt. Auch das Innere des Wagen haben wir gründlich überarbeitet. Sämtliche Wände wurden neu gestrichen und die Inneneinrichtung wieder eingebaut. Der Tisch des früheren Rangiererabteils musste erneuert werden. Der bisher nur lose im Wagen eingelegte Fußboden wurde mit Klemmplatten und einer Vielzahl von Schrauben am Rahmen befestigt. Am Dach haben wir Stahlspriegel eingebaut und konnten so das stark eingesunkene Dach wieder weitgehend in die ursprüngliche Form bringen.
An beiden Schiebetüren wurde die Verblechung ausgebessert und die Rollen in selbstschmierenden Buchsen neu gelagert. Dazu musste das Gehäuse der Schiebetürrollen zu großen Teilen neu gebaut werden. Die Schiebtüren, die sich zuvor nur mit Hilfe von zwei Mann bewegen ließen, laufen nun wieder leichtgängig.
Am Handbremsende des Wagen wurden die Geländer des Aufstieges neu gebaut. Diese waren im Laufe der Zeit stark verkürzt worden, was das Erscheinungsbild verschlechterte und den Aufstieg zur Handbremse erschwerte.

Güterwagen G 154 (Esslingen 1894)

Leider hatten wir bei der letzten Lackierung dieses Wagens trotz Beratung im Fachhandel keine lichtbeständige Farbe bekommen. So sah der Wagen inzwischen ausgebleicht und sehr mitgenommen aus, was uns nicht gefiel.
Kurzerhand haben wir den Wagen nach Fertigstellung des Güterwagens G 157 angeschliffen und mit einem mittlerweile bewährten Lack neu lackiert. Danach wurde der Wagen neu beschriftet. Die Neulackierung des Wagens konnten wir durch großes Engagement auch unter der Woche innerhalb von nur einer Woche abschließen.

Pufferwagen G 481 (Esslingen 1929)

Um den Wagen in Fotozügen einsetzen zu können, wurde die Hauptuntersuchung des Wagens abgeschlossen und bescheinigt. Dafür waren verschiedene Untersuchungen und kleinere Nacharbeiten notwendig. Die grundlegende Aufarbeitung und Untersuchung des Wagens haben wir schon vor ein paar Jahren durchgeführt. Um den Wagen besser rangieren und im Zug einsetzen zu können, wurden Adapterkupplungen mit Haken und Spindeln zum Anbau an die Puffer gefertigt. Der Wagen konnte so Mitte Dezember bei einem Fotosonderzug für eine Gruppe von Fotografen eingesetzt werden.

Bahnhofsgelände Warthausen

Im Gelände seit langem lagernde Paletten mit Gleisbaumaterial wurden entsorgt. Weiterhin wurden einige Schwellen von ihren stählernen Rippenplatten und Schrauben befreit und in handliche Stücke zersägt. Auch haben wir einige Büsche und weiteres Gerümpel entfernt. Das Gelände des Bahnhofes Warthausen hat dadurch weiter optisch gewonnen.